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Was du gegen Food Waste tun kannst – Tipps & Projekte

Tipps gegen Food Waste

Pro Jahr werden 1/3 aller noch essbaren Lebensmittel in der Schweiz fortgeworfen. Das sind pro Person 330 kg pro Jahr! Lebensmittelverschwendung führt zu unnötigem Hunger, Klimaerwärmung, Umweltverschmutzung und Geldverschwendung. Ein enormer Teil von Food Waste entsteht dabei im Haushalt.

 

Der Rest entsteht vor allem in der Landwirtschaft, der Verarbeitung – zu einem geringen Teil in der Gastronomie sowie im Gross- und Detailhandel.

Quelle: foodwaste.ch

Was kannst du zu Hause dagegen tun?

Vor einiger Zeit hat GORILLA in einem Blog geschrieben, was du persönlich gegen Food Waste machen kannst. Hier sind nochmals die 6 wichtigsten Tipps. Zum Downloaden hier klicken.

  1. Richtig planen
    Vor dem Einkaufen die Vorräte prüfen und einen Einkaufszettel schreiben z.B. mit der App „Bring“
  2. Clever einkaufen
    Nur soviel, wie du gerade brauchst. Vor dem Einkauf evtl. eine Kleinigkeit essen, damit du dich vom knurrenden Magen nicht zum Kauf von Unnötigem oder grossen Mengen verleiten lässt.
  3. Optimal lagern
    Verlängere so die Haltbarkeit deiner Lebensmittel. Wir zeigen dir, wie du deinen Kühlschrank optimal einräumen kannst.
  4. Kleinere Mengen kochen und servieren
    Resten abpacken und am nächsten Tag mitnehmen. Wenn die Portion im Restaurant zu gross war, einpacken lassen und am Tag danach nochmals geniessen. Mit leckeren Kräutern frisieren. Mmmh!
  5. Haltbarkeitsdatum
    Nur wenn das Lebensmittel das Datum von „zu verbrauchen bis“ überschritten hat, solltest du es nicht mehr essen oder trinken. Wenn das Datum von „Mindestens haltbar bis“ ein paar Tage überschritten ist, dann vertraue auf deine Sinne – in den meisten Fällen ist es immer noch geniessbar.
  6. Kreativität in der Küche
    Resten wiederverwerten und überreife Früchte z.B. in einen leckeren Smoothie verwandeln oder vorübergehend in Stücke geschnitten im Gefrierfach lagern und später verarbeiten.

Aber auch zwischen dem Feld und dem Einkaufswagen sowie dem Teller im Restaurant entsteht Food Waste. Im folgenden Abschnitt stellen wir dir 6 Projekte vor, die dieses Problem anpacken. Dank diesen Projekten tust du nicht nur Gutes im Kampf gegen Food Waste, sondern schonst auch noch dein Portemonnaie.

6 inspirierende Projekte, die gegen Food Waste ankämpfen

  1. Ünique
    Gross, klein, dick oder dünn – nicht nur du und ich sind anders, sondern auch Gemüse und Früchte entsprechen nicht immer der Norm. Das Problem ist, dass häufig Produkte, die nicht der Norm entsprechen nicht angeboten oder nicht verkauft werden. In grösseren Coop Filialen kannst du dreibeinige Rüebli und krumme Gurken kaufen unter dem Namen Ünique. Auch wer direkt auf dem Bauernhof einkauft, findet häufig ein ungenormtes Angebot.
  2. Mundraub
    Bei Mundraub kannst du direkt beim Baum Lebensmittel retten. Auf einer interaktiven Karte findest du «geheime Orte», die für alle zugänglich sind. Dort kannst du umsonst Früchte, Nüsse oder Kräuter pflücken. Das macht Spass und peppt dein Morgenmüesli bestimmt auf.
  1. Äss-Bar
    Die Äss-Bar schenkt Brot und Backwaren von gestern ein zweites Leben. Dazu holt sie Gipfeli, Brote und Sandwiches aus verschiedenen Bäckereien in der Umgebung ab und verkauft sie zu einem günstigen Preis. Die Lebensmittel sind noch einwandfrei.
  1. Too Good To Go
    Mit der Too Good To Go App kannst du übrig gebliebene Esswaren bei Läden, Restaurants und anderen gastronomischen Betrieben vor der Verschwendung retten. Die App zeigt dir an, welches Essen in der Nähe zu einem vergünstigten Preis angeboten wird und dann musst du es nur noch auf der App reservieren und beim Betrieb abholen. Das perfekte Essen für ein Date, wenn dein Portemonnaie leer ist.
  1. Tischlein deck dich / Schweizer Tafel
    Unter dem Motto «Essen – verteilen statt wegwerfen» retten diese zwei Nonprofit-Organisationen Lebensmittel vor dem Abfall. Die Lebensmittel kommen von Produzenten, aus der Lebensmittelindustrie, Grossverteilern wie Coop, Detaillisten sowie aus der Landwirtschaft. Sie dürfen nicht mehr verkauft werden, sind aber qualitativ einwandfrei und noch haltbar. «Tischlein deck dich» verteilt die Lebensmittel an armutsbetroffene Menschen während «Schweizer Tafel» die Esswaren an soziale Institutionen, wie zum Beispiel Gassenküchen oder Hilfswerke abgeben.
  1. Öffentlicher Kühlschrank wie Madame Frigo
    In die öffentlichen Kühlschränke (bspw. Madame Frigo oder Fairteiler) kannst du noch geniessbare Lebensmittel, die du nicht mehr konsumierst legen und natürlich auch selbst Produkte mit nach Hause nehmen.

 

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