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Pflanzliche Fleisch-Alternativen – Können die was?

Pflanzliche Fleisch-Alternativen

Lebensmittel, die vom Tier stammen, stehen seit Jahrhunderten auf unserem Speiseplan. Kein Wunder – Fleisch beinhaltet nicht nur wertvolle Proteine und andere wichtige Nährstoffe, sondern ist auch einfach lecker. Jedoch vergisst man eines oft: Fleisch sind Tiere, Tiere sind Lebewesen und das Leben ist kostbar.

In den letzten Jahrzehnten ist in der Landwirtschaft und in der Industrie vieles passiert, damit Fleisch so billig ist wie heute. Und darum essen wir viel zu viel davon. Dies bringt verheerende Folgen für uns Menschen und die Umwelt mit sich: Unmengen an Regenwald werden für Futtermittel abgeholzt und Tiere haben ein kurzes sowie eingeengtes Leben. Wir Menschen in westlichen Ländern werden immer dicker, während arme Bevölkerungen am Verhungern sind. Ist doch unfair, oder?


Was stecken wir rein und was kommt dabei raus? 

Es braucht viele Ressourcen* und es entstehen unglaublich viele Emissionen**, bis das Fleisch auf unserem Teller landet. So braucht ein Kilogramm Rindfleisch 15’000 Liter Wasser und bis zu 50 Quadratmeter Land. Verursacht werden dabei 22 Kilogramm Treibhausgasemissionen. Dies sind nun eine Menge Zahlen, die alleine nicht viel aussagen. Darum hier ein Vergleich: Die Produktion von einem Kilogramm Kartoffeln braucht ca. 300 Liter Wasser, 0.25 Quadratmeter Land und produziert 0.4 Kilogramm Treibhausgasemissionen.

Download Grafik: Vergleich_verbauchteRessourcenEmissionen

Ihr fragt euch, warum es für nur ein Kilo Rindfleisch so viel Wasser braucht? Trinkt eine Kuh so viel Wasser? Natürlich nicht. Sie fressen jedoch extrem viel und somit fliesst ca. 99% des Wasserverbrauchs in den Futtermittelanbau. Das Futter wird meist importiert aus Ländern, in denen bereits eine Wasserknappheit herrscht und Regenwald abgeholzt wird. Das restliche 1% des Wasserverbrauchs fliesst in die Verarbeitung und die Produktion der Fleischprodukte.

 

Rechne deine eigene Food Ökobilanz aus

Um die Ökobilanz verschiedener Lebensmittel abzuschätzen, dürfen wir jedoch nicht nur den Wasserverbrauch berücksichtigen. Vereinfacht können auch alle Ressourcen und Emissionen in Umweltbelastungspunkten dargestellt werden. Genau das hat die SGE in ihrem «Poster Ökobilanz von Lebensmitteln» super dargestellt – schau doch nach, falls es dich interessiert, welchen Einfluss deine Ernährung auf unsere Umwelt hat!

Willst du mal ausrechnen, wieviel CO2 dein Lieblingsessen ausstösst? Oder Fleisch mit Tofu vergleichen? Dies geht ganz einfach mit dem Klimatarier CO2 Rechner – check it out!


Und jetzt?

Nun ist klar: Zu viele tierische Produkte sind schlecht für Mensch und Umwelt. Wollt ihr etwas dagegen tun, ohne ganz auf den Burger oder die Wurst zu verzichten? Wisst ihr noch nicht wie ihr das Fleisch beim Kochen ersetzen könnt?

Wir haben die Coop Regale durchstöbert und neben Fleisch- und Fisch- Produkten tolle Alternativen entdeckt. Hier stellen wir euch unsere Lieblings Produkte vor:

  • The Green Mountain Burger – WOW! Dank dem Randensaft blutet er fast wie ein echter Burger und schmeckt auch wie einer. Mit Erbsenprotein und zugesetzten Mineralstoffen enthält er sogar sehr ähnliche Nährstoffe. Kombinierbar mit allen möglichen Zutaten oder hier das passende Rezept.
  • Veganer Landjäger – Perfekt für deine Herbstwanderung oder als Snack beim Skifahren passt er in jede Jackentasche.
  • Délicorn Gehacktes – Ist Spaghetti Bolognese und Lasagne nicht einfach himmlisch? Probier’s mal mit Quorn gehacktem statt Hackfleisch. Niemand wird’s merken. Falls dir Spaghetti und Lasagne zu langweilig ist, versuch mal diesen Exoten hier.
  • Räuchertofu – Ob als Mozzarella-Ersatz im Tomatensalat oder zerbröselt als Rührei-Ersatz ist der Räuchertofu einfach nur top!

 

 

 

*Ressourcen sind alle natürlich vorhandenen Bestände unserer Erde, wie zum Beispiel Wasser oder Land.

**Emissionen sind schädliche Stoffe, die in die Umwelt gelangen, wie z.B. CO2.

 

Quellen

Academia

Comparing environmental impacts for livestock products: A review of life cycle assessments (De Vries & De Boer. 2010)

Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers. (poore & nemecek. 2018)

Klimatarier

SGE

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https://wfw.ch/wasserwissen#/

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