Blog

Faire Kleidung

Grosse Modekonzerne lassen ihre Kleider oft unter umweltschädlichen Zuständen und schlechten Arbeitsbedingungen für die Arbeiter produzieren. Diese Kleidung ist so billig, dass man sie impulsmässig kauft, einige Male trägt und sie wieder wegwirft. War ja nicht teuer. Es gibt aber faire Alternativen für alle Parteien.

 

 

 

Du stehst vor dem Kleiderschrank und denkst dir: «Mhmm, ich finde nichts anzuziehen, ich möchte mal wieder etwas Neues. Ich glaube, ich muss wieder shoppen gehen.» Und das, obwohl dein Kleiderschrank voll ist. Trends, die neusten Must-Haves, das bringt die Gesellschaft dazu, auch immer Neues zu kaufen. Der Kleiderkonsum hat sich in der Schweiz seit 1950 verfünffacht. In der schnelllebigen Modebranche, wo H&M und weitere Billig-Läden regieren, die enorm günstig Preise anbieten, ist es für den Konsumenten sehr verlockend immer wieder ein neues Kleidungsstück zu kaufen. Es tut dann auch irgendwie nicht weh, wenn man eine Jeans von 29.90 Franken wegwirft.

Aber überlege mal, wenn du fünf solche Jeans im Jahr kaufst. Ist es nicht sinnvoller eine gute Jeans zu kaufen, welche schlussendlich über sieben Jahre halten kann, dafür einen fairen Preis von 129 Franken trägt?

Dass die Kleider so billig sind, hängt von der Produktion ab. Menschen in ärmeren Ländern wie Pakistan, Bangladesch oder Indien schuften tagtäglich viel mehr als die üblichen Stunden unter schlimmen Arbeits-und Produktionsbedingungen. Sie werden mit dem Mindestlohn bezahlt, der kaum zum Überleben reicht. Deshalb müssen oft sogar Kinder mithelfen, damit die Familie überleben kann. Welchem Schicksal die Kinder überlassen sind, wenn sie nicht zur Schule gehen können, kannst du dir ja selbst ausmalen. Es erwartet sie ein Leben in der Armut.

Oftmals werden die ökologischen und sozialen Aspekte der Textilproduktion übersehen. Fashion Brands kommunizieren nicht transparent oder man schaut einfach weg. Doch das ist keine Lösung. Wir brauchen ein nachhaltigeres Konsumverhalten. Wir müssen lernen Qualität zu schätzen und Verantwortung gegenüber anderen Menschen und der Umwelt zu übernehmen. Now is the time.

Mittlerweile gibt es viele Läden und Modelabel, die faire und nachhaltige Mode produzieren und anbieten. Die Designs sind hip und trendy, wie eben auch bei H&M. Auch wenn es teurer ist, es ist oft im selben Preissegment wie beliebte Marken wie beispielsweise Levis, Champions oder Fila. Doch bei Kleidern von fairen Modelabels ist nicht nur die Qualität besser und man hat länger etwas davon, sondern man weiss auch, dass sie unter fairen Bedingungen hergestellt wurden. Win-win, oder?

Folgende Marken oder Läden sind fair:

Weitere Möglichkeiten, dem ganzen Konsumzirkus zu entkommen:

Ausmisten – aber doch nicht weg damit

Du hast Kleider im Schrank, die du schon ewig nicht mehr angezogen hast, aber eigentlich noch ganz in Ordnung sind? Dann ist es Zeit, mal auszumisten. Die alten Kleidungsstücke kannst du an Flohmis oder in die Brocki bringen oder in die Kleidersammlung geben. Achte doch beim Ausmisten auf die Etikette, studiere die mal und forsche nach. Wo wurde das Kleidungsstück hergestellt? Was steht sonst noch drauf? Behalte nur das, was bequem sitzt, gut kombinierbar ist und qualitativ hochwertig ist.

Quellen:
http://pressroom.vente-privee.com/de-DE/PressReleases/2015/Jeans%20Survey.aspx
https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/sendung/2010/die-perfekte-jeans-100.html
https://www.credit-suisse.com/corporate/de/articles/news-and-expertise/combining-fashion-with-sustainability-through-innovation-201601.html
https://www.cornelia.ch/jeans-geburtstag-infografik/

 

Veröffentlicht in Green

GORILLA ist ein Programm der

Schtifti

Partner

SV Stiftung